Wie seit kurzem publik geworden, plant der GVA Tulln in Kooperation mit Pressbaum, Wolfsgraben und Tullnerbach die Errichtung eines interkommunalen Altstoffsammelzentrums. Die Notwendigkeit dieses Neubaus ergibt sich für Pressbaum aus dem derzeitigen Platzmangel am Pressbaumer Mistplatz, für Wolfsgraben aus dem Grund, dass der nunmehrige Wolfsgrabner Sammelplatz auf Pachtgrund steht, für Tullnerbach ist eine tatsächliche  Notwendigkeit erst zu evaluieren…

Geplant ist das neue Übernahmezentrum neben dem Wienerwaldsee in Frauenwart, nächst der Autobahnbrücke, direkt neben den jüngst eben verkauften und teils schon bebauten Baugründen.

Angestrebt ist ein modernes, den heutigen Standards entsprechendes, mit Videokameras überwachtes Altstoffsammelzentrum, in das man – nach Freischaltung der e-card am Gemeindeamt- nahezu uneingeschränkt Zugang hat. Dies stellt natürlich eine wesentliche Verbesserung der Kundenservices dar, da die Öffnungszeiten derzeit in Tullnerbach sehr eingeschränkt sind. Lediglich für die Übernahme von Problemstoffen sowie kostenpflichtigem Material soll an bestimmten Tagen ein Mitarbeiter vor Ort sein.

Die Kosten für den Neubau betragen ca. 1,7 Millionen Euro, diese sollen vom Abfallverband Tulln getragen werden, im Gegenzug dazu sollen Abgeltungen seitens des GVA an Tullnerbach nicht mehr refundiert werden.

Tullnerbach hat grundsätzlich die Idee eines neuen, kundenfreundlicheren Sammelzentrums begrüßt und dem GVA das Signal gegeben, mit der prinzipiellen Planung und Skizzierung der ersten Ideen zu beginnen. Allerdings sprach sich der Gemeinderat von Tullnerbach- nach Anregung durch unserer gGR Schwarz- dafür aus, einen Alternativplatz zu suchen, da der Wienerwaldsee ein Naherholungsgebiet ist und bleiben soll, er zudem in der Natura 2000 Zone liegt und es auch eine Zumutung ist, neu zugezogenen Bürgern ohne Vorinformationen einen Müllplatz vor die Nase zu setzen.

Die ÖVP Tullnerbach steht einem neuen Altstoffsammelzentrum offen gegenüber, allerdings wie oben schon beschrieben an einem anderen Ort und- nach Evaluierung aller Für und Wider- nur, wenn es für Tullnerbach einen eindeutigen Benefit bringt: dem Argument der besseren Öffnungszeiten (die man ja auch am alten Platz so einführen könnte!!!) steht das Argument des verstärkten Verkehrs (7000 Pressbaumer, die durch Tullnerbach zum Müllplatz fahren müssen!!!) entgegen, ebenso wie jenes der ungewissen Notwendigkeit eines neuen Zentrums für Tullnerbach.

Was sagen Sie zu einem neuen interkommunalen Altstoffsammelzentrum für Tullnerbach?

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Wir sind jederzeit für Sie erreichbar unter info@vptullnerbach.at oder unter 0664 200 9444 bzw. allen Telefonnummern unserer Mitarbeiter! (siehe Homepage bzw „der Tullnerbacher“)